KUNSTFEST WEIMAR : Franziska Winkler: Schlucken

Literarische Aufarbeitung der Unterdrückung von Sprache und Identität
In ihrem Romanprojekt »Schlucken« (Arbeitstitel) erzählt Franziska Winkler die Geschichte einer taub-hörenden Familie und der Gewalt, die Taube Kinder in DDR-Internaten erfuhren – dem Verbot ihrer Sprache, ihrer Gebärden, ihrer Bedürfnisse. Auf drei Zeitebenen verfolgt der Text, wie sich diese Erfahrungen über Generationen in Körper und Beziehungen einschreiben. Für das Kunstfest Weimar entsteht eine szenische Lesung, in der eine Taube und eine hörende Schauspielerin den Text in Deutscher Gebärdensprache und Lautsprache auf die Bühne bringen. Was auf den Buchseiten nebeneinander steht, tritt hier in den Raum ein: die Spannung zwischen zwei Sprachwelten, die Körperlichkeit der Gebärden, das Schweigen dazwischen. Im Anschluss findet ein Gespräch mit der Autorin statt.
»Schlucken« ist Teil des Schwerpunktwochenendes Deutsche Gebärdensprache (DGS), zu dem gleichermaßen hörende und Taube Menschen eingeladen sind. Gemeinsam mit → »Pas Moi« ist die Veranstaltung im → Kombi-Ticket erhältlich.
- Performance: Marie-Sophie Reichel, Athena Lange
- Text und Umsetzung: Franziska Winkler
- Dolmetscherinnen: Neely de Jong, Caterina Macht
- Dramaturgie: Hermann Müller
Eine Veranstaltng des >>>Kunstfest Weimar in Zusammenarbeit mit dem DNT Weimar und der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V.
Gefördert durch: Max Zöllner Stiftung; Wortwächter, ein Projekt von ALG e.V. und Mutwerk e.V., gefördert durch das Bundesprogramm »Jugend erinnert!« – Förderlinie SED-Unrecht des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) und der Bundesstiftung Aufarbeitung; Förder- und Freundeskreis Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar e.V.
