Stefan Petermann: Diese lange Zeit in der Sonne

  • Edition Muschelkalk, Band 59
  • mdv Mitteldeutscher Verlag
  • 188 S.
  • ISBN 978-3-68948-038-7
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Geschichten, die nach Sommer schmecken und nach Erinnerung klingen



Nachts schreit ein Mann. Eine Frau bleibt stehen und will einfach nicht weitergehen. Ein Vater disrupiert sein Haus. Eine Mutter wird wütend auf Grönland. Ein Sohn baut das World Trade Center aus Butter nach. Eine Tochter schafft es nicht zum Mond. Haie schwimmen in den vierten Stock. Und eine liest das Letzte aller Bücher.

Der dritte Erzählband von Stefan Petermann enthält Fragmente von Vergnügen. Vor allem aber Halluzinationen einer Gegenwart, die im Begriff ist, sich aufzulösen. Mit energischer Poesie erzählt er von Menschen, die in Momenten des Übergangs stehen. So erschafft er kleine Welten, die leuchten, auch wenn sie schon im Verschwinden begriffen sind. Im Zentrum seiner Texte steht die Liebe, ihr Versuch, den Abbrüchen zu trotzen, dabei mal scheitert, mal triumphiert. Geschichten, die anfassen und schubbern machen, samt Blenden ins Künftige.

Stefan Petermann, geb. 1978 in Werdau/Sachsen, lebt in Weimar. Er studierte Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar und schreibt Romane, Erzählungen, Hörspiele und Drehbücher. Für seine Texte wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem MDR-Literaturpreis und dem Publikumspreis des open mike. Zuletzt erschienen »Der weiße Globus« (2017) und »Jenseits der Perlenkette« (2020, mit Yvonne Andrä).

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