»Fall nicht in den Tumult des Orchesters, // in dem die Welt sich verspielt«. Ingeborg Bachmann zum 100. Geburtstag – Hommáge und Herausforderung
Ulrike Müller, Rezitation, Moderation und Christian Rosenau, Gitarre, Rezitation.
Von »Erklär mir, Liebe« über »Malina« und den unvollendeten »Fall Franza« bis zur zumutbaren Wahrheit: Die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926–1973) hat wie kaum eine andere Autorin die deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts geprägt. Ihre Lyrik, ihre Erzählungen und ihre essayistischen Arbeiten sind im literarischen Gedächtnis mehrerer Generationen verankert. Denn ihre Verse, Sätze, Träume, Appelle und Bilder vermögen mit ihrer dichterischen Tiefe, intellektuellen Schärfe und leidenschaftlichen Empathie bis und erst recht heute »an den Schlaf der Menschen zu rühren«, vielleicht, weil die Dichterin so eigensinnig dem Anspruch an »Literatur als Utopie« gefolgt ist.
Ihrem Leben, Werk, Anspruch möchten die Literarische Gesellschaft Thüringen und die Eckermann-Buchhandlung mit dem festlichen Programm an diesem Abend nachgehen. Dabei gehören für die Literaturwissenschaftlerin und Musikerin Ulrike Müller (Weimar) und den Lyriker und Gitarristen Christian Rosenau (Coburg) Bachmanns Texte schon lange und grundlegend zu ihrem eigenen künstlerischen Selbstverständnis, in welchem sie sich dem Gespräch zwischen »Musik und Dichtung« (Essay I.B.,1953) überlassen.
